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Stabilisierung wichtigstes Betriebsziel

19. Januar 2017

Foto: Landvolk

Umfrage Die wirtschaftliche Stabilisierung und der Abbau von Verbindlichkeiten ist für knapp zwei Drittel der landwirtschaftlichen Unternehmen das wichtigste Unternehmensziel im laufenden Jahr. Das geht aus einer Umfrage mehrerer landwirtschaftlicher Wochenblätter unter ihren Leserinnen und Lesern hervor.

Für 63 % der Befragten steht diese Aufgabe 2017 „absolut im Vordergrund“, in Niedersachsen sogar für 78 %. Jeder dritte Landwirt will dagegen die Produktion ausweiten oder intensivieren, während jeder Zehnte stärker auf die Extensivierung setzt. Immerhin sieben Prozent kündigten für 2017 an, ihren Betrieb aufzugeben.

Hinsichtlich ihres Einkommens erwartet ein knappes Drittel eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Niedersachsen: 47 %). Gut 40 % rechnen mit einem gleichbleibenden Ergebnis, während fast jeder Siebente (15 %) eine Verschlechterung befürchtet. 40 % der Befragten gaben an, fällige Ersatzinvestitionen aufschieben zu müssen. Zwei Drittel (66 %) nannten dafür überwiegend die eigene wirtschaftliche Lage als Grund. Verunsicherung durch ausstehende Gesetzesentscheidungen und andere politische Rahmenbedingungen gibt für ein Fünftel den Ausschlag, Ersatzinvestitionen zurückzustellen. Im Durchschnitt wären dafür nach Angaben der Befragten pro Betrieb rund 50.000 Euro nötig.

Wäre am nächsten Sonntag Bundestagwahl, würden 37 % der Befragten CDU/CSU wählen. Die zweitstärkste Fraktion bilden die noch Unentschlossenen (19 %), gefolgt von AfD (17 %) und FDP (13 %). Grüne (4 %), Linke (3 %), SPD (2 %) und Sonstige (4 %) würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Zwei Prozent gaben an, gar nicht wählen zu wollen.

An der mit dem Onlinepanel agriExperts durchgeführten Befragung beteiligten sich 409 Leserinnen und Leser der Badischen Bauern Zeitung, des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes, der LAND & Forst, der Rheinischen Bauernzeitung und vom Hessenbauer.
red

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