gemeinsam stark

Botschaften an Verbraucher

05. November 2015

Foto: DBV

Öffentlichkeitsarbeit Landwirtschaftliche Fachsprache und intern akzeptierte Bildbotschaften kommen „draußen“ nicht an. Der Deutsche Bauernverband versucht deshalb mit seiner neuen Plakatkampagne einen anderen Weg.
Nein, es sei keine der üblichen Werbekampagnen, heißt es beim DBV in Berlin. Lieber spricht man dort von einer „Kommunikations-offensive“, die den Fokus auf Dialog statt Bekehrung setzt. Das Ziel ist das Gleiche, nämlich die Verbraucher über die heimische Landwirtschaft zu informieren. Bevor die Aktion begann, wurden Verbraucherbefragungen durchgeführt.

Herausgekommen sind zunächst drei Hauptmotive mit den Botschaften: „Wir machen frisch“, „Wir machen sauber“ und „Wir machen zart“, die DBV-Präsident Joachim Rukwied am Montag in Berlin vorstellte. Im Mittelpunkt der Darstellungen stehen Hände von Bäuerinnen und Bauern aller Altersgruppen. „Damit wollen wir nicht romantisieren, sondern deutlich machen, dass hinter der modernen Landwirtschaft Menschen und Familien stehen, keine anonymen Agrarfabriken“, erklärte Rukwied das Kernmotiv.

Die ersten drei Plakate zeigen Hände beim Pflanzen von Salat („frisch“), beim Ziehen einer Bodenprobe („sauber“) und beim Anmelken („zart“). Das Anmelkplakat gibt es in zwei Ausführungen: in der Variante Holsteiner für den Norden und einmal mit Fleckvieh für den Süden der Republik.

Der Verband setzt darauf, dass die Plakatierung zeitgleich in den sozialen Netzwerken begleitet wird und dort Debatten anstößt. „Wie wir uns und unsere Arbeit darstellen, dürfen wir uns als Bauernfamilien von niemandem abnehmen lassen“, betonte Rukwied. Die neue Kommunikationsoffensive sei deshalb keine Werbekampagne, sondern ein Dialogformat, das von Bäuerinnen und Bauern getragen werde. In der Landwirtschaft zu arbeiten, bedeute, mit und in der Natur zu arbeiten. Auch den Nutztieren gelte höchste Aufmerksamkeit; da gebe es kein Wochenende, keine Ferien.

„Um all dies kümmern sich unsere Bauernfamilien mit Herz, Hand, aber vor allem auch mit Verstand. Das ist im Kern die Botschaft, auf die die deutschen Bauern aufmerksam machen“, unterstrich Rukwied.
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