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Ungebremste Fleischnachfrage

15. Mai 2015

Foto: landpixel

Marktdaten Trotz der bekannten Debatten in Politik und Medien sowie anhaltender Schwierigkeiten im Export verzeichnete die deutsche Fleischwirtschaft im vergangenen Jahr Produktionszuwächse. Wie Verband der Fleischwirtschaft (VDF) und Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) in Berlin feststellten, konnten aufgrund des zunehmend dichter werdenden Regelgeflechts insbesondere kleinere mittelständischen Unternehmen daran weniger teilhaben. Während einerseits Forderungen nach immer umfangreicheren Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Produkt-information gestellt würden, werde andererseits die Produktion in großen Einheiten verteufelt, die aber gerade bei der Erfüllung von Qualitäts- und Informationsanforderungen gegenüber kleineren Einheiten im Vorteil sei.

Nach Angaben von VDF und BVDF hat die Fleisch-erzeugung in Deutschland 2014 ein Rekordniveau von rund 8,2 Mio. t erreicht. Dabei nahmen die Schweineschlachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % auf 58,7 Millionen Stück zu; die erzeugte Fleischmenge stieg um 0,3 % auf 5,5 Mio. t. Schweinefleisch blieb die wichtigste Fleischart mit einem Produktionsanteil von gut 67 %. Dahinter folgten Geflügelfleisch mit knapp 19 % und Rindfleisch mit etwa 14 %.

Die Fleisch- und Fleischwareneinkäufe privater Haushalte nahmen 2014 bundesweit weiter ab. Der Grund hierfür sei vor allem, dass zunehmend außer Haus gegessen werde. In der Folge blieb der Fleischverbrauch in den vergangenen drei Jahren unter dem Strich nahezu konstant. Der Anteil der bei Discountern verkauften Wurstwaren betrug in Deutschland rund 44 %.
AgE/red

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