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Meldestelle ist „Schaumschlägerei"

07. Oktober 2014

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Landvolkpräsident Werner Hilse

L P D - „Auf Niedersachsens Höfen arbeiten die Menschen sehr vertrauensvoll im Sinne des Tier- und Verbraucherschutzes zusammen. Eine anonyme Meldestelle für Unregelmäßigkeiten, Verstöße oder anderes Fehlverhalten dagegen schürt nur Misstrauen und fordert unmissverständlich zum Denunziantentum auf“, mit diesen Worten kritisiert Landvolkpräsident Werner Hilse die von Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer geschaffene Hotline beim LAVES. Sie leiste keinen Beitrag für mehr Verbraucherschutz, vielmehr suggeriere der Minister flächendeckende Missstände, denen nur im vermeintlichen Schutz der Anonymität beizukommen sei. Er blende völlig aus, dass bereits bisher die Veterinärverwaltung jeglichen Hinweisen auf Fehlverhalten nachgehen müsse und dies auch tue. Der Landvolkpräsident verwies weiter auf das gut funktionierende System betrieblicher Eigenkontrollen in der Landwirtschaft, die zum Beispiel bei Dioxinbelastungen wiederholt vorbildlich funktioniert hätten. „Die Kontrollmechanismen auf unseren Höfen sind ein Vielfaches besser als der Minister glauben will“, stellte der Landvolkpräsident klar. Er bezeichnete die anonyme Meldestelle als eine „große Schaumschlägerei“, für die mit dem sogenannten „Whistleblower-Schutz“ völlig unzutreffende aber wortgewaltige Vergleiche herangezogen würden. Der Minister profiliere sich mit viel heißer Luft, verletzte aber mit seinem ständig wiederholten Generalverdacht die Landwirte zutiefst in ihrem Ehrgefühl.

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