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Agrarsubventionen sinken weiter

11. September 2014

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Foto: landpixel

OECD-Bericht Die staatliche Unterstützung der Landwirtschaft in den 34 Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Die Hälfte der Gesamtaufwendungen von 194 Mrd. Euro wird aber weiterhin als marktverzerrend beurteilt.

In ihrem jüngsten agrarpolitischen Jahresbericht fordert die OECD die Regierungen dazu auf, die Kopplung von staatlicher Unterstützung und Agrarproduktion zu brechen und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, die Produktivität und die Nachhaltigkeit zu verbessern. Zugleich bleibe die Verbesserung der Umweltergebnisse eine große Herausforderung für die Staaten.

Laut Bericht erhielten die landwirtschaftlichen Betriebe in den Mitgliedsländern im Schnitt 18 % ihrer Bruttoeinkünfte über staatliche Hilfen; das ist etwas weniger als im Jahr 2012 mit etwa 19 %. Vor 20 Jahren waren es noch 30 %. Die Unterschiede beim Stützungsniveau sind aber nach wie vor beachtlich. Am niedrigsten sind sie in Neuseeland, Australien und Chile. Dort hatten die Fördermaßnahmen im Zeitraum 2011 bis 2013 einen Anteil von drei Prozent an den Bruttoagrareinnahmen.
Hingegen beruhen in Norwegen, der Schweiz, Japan, Korea und Island die Hälfte bis zwei Drittel der Bruttoagrareinnahmen auf Transferleistungen. Zielgerichtete Agrarumweltmaßnahmen machen der OECD zufolge weiterhin nur einen geringen Anteil des globalen agrarpolitischen Handlungsrahmens aus.

Der geschätzte Gesamtumfang der Stützungsmaßnahmen ist von durchschnittlich drei Prozent zwischen 1986 und1988 auf weniger als ein Prozent des Bruttosozialprodukts zwisischen 2011 bis 2013 gesunken. Dieser rückläufige Trend ist in allen Mitgliedsländern zu beobachten.
AgE/red

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