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Landvolk Niedersachsen
Kreisverband Gifhorn-Wolfsburg e.V.
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Schweinepreise sind zum davonlaufen....
Ferkelerzeuger und Schweinehalter schreiben derzeit tiefrote Zahlen – Ferkel müssen zu Spottpreisen angeboten werden

„Ferkelerzeuger und Schweinehalter befinden sich in einer existenzbedrohenden Situation. Historisch niedrige Erzeugerpreise für Ferkel und Schlachtschweine sind mit extrem gestiegenen Futterkosten und gleichbleibenden Verbrauchspreisen zusammengetroffen. Die Schere zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreisen geht immer weiter auseinander. Bei jedem verkauften Schwein verliert der Mäster 10,00 €, bei jedem Ferkel verliert der Erzeuger sogar 35,00 €“, erklärte Friedrich-Wilhelm Klopp, Sauenhalter aus Wiswedel bei Brome. „Um den schweinehaltenden Betrieben wieder eine Perspektive zu bieten, muss dringend ein Veterinärabkommen mit China abgeschlossen werden. Nur so kann deutsches Schweinefleisch dorthin exportiert werden. Wir müssen dringend verhindern, dass dieser Markt nur von den Niederlanden und Dänemark bedient wird“, so Klopp weiter. „Solange der Endverbraucher in Deutschland nicht bereit ist, für die in Deutschland mit hohen Qualitätsstandards produzierten Lebensmittel ein entsprechendes Entgelt zu zahlen, wird Fleisch aus anderen Ländern in der Fleischtheke landen, das unter ganz anderen Qualitätsstandards produziert worden ist“, ergänzt Jörg-Joachim Schulze, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Gifhorn-Wolfsburg

„Obwohl die schweinehaltenden Betriebe mit massiv gestiegenen Kosten zu kämpfen haben, muss der Verbraucher im Durchschnitt nur 10ct/kg mehr ausgeben als im vergangenen Jahr. Daran wird deutlich, dass die Landwirtschaft nicht als Preistreiber anzusehen ist“, so Friedrich-Wilhelm Klopp. „Das gilt nicht nur für das Schweinefleisch, sondern auch für die anderen Lebensmittel. Keinesfalls sind gestiegene Getreidepreise die Ursache für höhere Brotpreise. In einem Brötchen, dass beispielsweise 30 Cent kostet, steckt nur Getreidemehl im Wert von ca. 1 – 2 Cent. Würde sich der Getreidepreis verdoppeln, dürfte das Brötchen nur 1 – 2 Cent teurer werden“, fügt Friedrich-Wilhelm Klopp hinzu.

Auch bei den Milchprodukten kann derzeit kaum von einer Preisexplosion gesprochen werden. Richtig ist zwar, dass die Preise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind. Allerdings sind zum Beispiel Frischmilch und Butter heute immer noch nicht teurer als 1984. Die Erzeugerpreise für Milch waren in den letzten Jahren so niedrig, dass eine rentable Produktion dieses quali­tativ hochwertigen Nahrungsmittels kaum noch möglich war. Jetzt bekommen die Landwirte endlich wieder die Möglichkeit, ihre hochwertigen Produkte zu fairen Preisen anzubieten.
(12.12.07)


 

Milchviehhalter sprechen sich mit eindeutiger Mehrheit für den Markt aus

„Die Milchviehhalter haben sich mit eindeutiger Mehrheit hinter die Entscheidung des Deutschen Bauernverbands (DBV) gestellt, die Milchquote im Jahre 2015 abzuschaffen,“ erklärten die Vorsitzenden der Keislandvolkverbände Gifhorn und Celle, Jörg-Joachim Schulze und Jürgen Mente am Rande einer Vortragsveranstaltung zur Zukunft der Milchproduktion am 01.11. in Ahnsbeck.

Auf dem diesjährigen Bauerntag des DBV  haben sich die Landwirte mit eindeutiger Mehrheit für den Ausstieg aus der Quote ausgesprochen. Gleichwohl gibt es weiterhin Kritiker dieser Entscheidung. Als Folge eines Quotenausstiegs befürchten sie eine Überproduktion, die zu sinkenden Milchpreisen führen könnte und dass den Betrieben gleichzeitig erhebliche Vermögenswerte genommen würden, die sie im Fall des Quotenzukaufs hart erarbeitet haben. Allerdings fand diese Position auf der Veranstaltung keine Mehrheit. „Die Milchviehhalter wollen von der positiven Marktentwicklung profitieren und die Chancen eines liberalisierten Marktes nutzen“,  so Mente weiter. „Es darf dabei aber nicht vergessen werden, dass weltweit die Nachfrage nach Milchprodukten stark steigt und in vielen Regionen die Milchproduktion bereits heute an ihre Kapazitätsgrenze stößt. Daher dürfte sich der gegenwärtige positive Trend fortsetzen“, ergänzt Jörg Schulze.

Auf der gemeinsamen Vortragsveranstaltung der Landvolkverbände Gifhorn und Celle referierte Dr. Rudolf Schmidt, Referatsleiter Milch beim Deutschen Bauernverband in Berlin, über die Zukunft der Milchproduktion. Schmidt gab eine ausführliche Übersicht über die Märkte und zukünftige Trends. Gleichzeitig stellte er dar, wie aus Sicht des landwirtschaftlichen Berufsstandes der Ausstieg aus der Quote vorbereitet werden soll und welche Perspektiven für die Zeit nach 2015 bestehen.

Die so genannte Milchquote reglementiert seit 1984 die Milcherzeugung. Seitdem muss jeder Landwirt, der Mich produzieren will, Lieferrechte besitzen. Die Milchquote sollte u. a. die Preise stabilisieren und den Markt entlasten. Heute wissen wir, dass diese Ziele nicht erreicht wurden.






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