Einigung bei Doha-Runde in Sicht?



WTO  Nach dem Scheitern der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) Ende Juli in Genf halten die Bemühungen zur Rettung der Doha-Runde an - zumindest bei denjenigen, die von Amts wegen dazu verpflichtet sind. „Wir waren noch nie so nah an einer Einigung“, erklärte WTO-Generaldirektor Pascal Lamy vergangene Woche bei einer Konferenz in Neu-Delhi und berief sich darauf, dass nach dem Willen der WTO-Mitglieder die Verhandlungen nicht aufgegeben werden sollten.

Bei einem erfolgreichen Abschluss der Doha-Runde würde sich das weltweite Aufkommen an Importzöllen auf bis zu 150 Mrd. $ (100 Mrd. Euro) halbieren. Entwicklungsländer würden ein Drittel zu diesen Zollsenkungen beitragen, jedoch zwei Drittel der dadurch entstehenden Vorteile verbuchen. Daher könne man in der Tat von einer Entwicklungsrunde sprechen, betonte Lamy. Die Doha-Runde war vor sieben Jahren unter dem Eindruck der Terroranschläge vom 11. September in Katars Hauptstadt als „Entwicklungsrunde“ begonnen worden.
Auslöser für das Scheitern der Gespräche vor drei Wochen in Genf war eine Auseinandersetzung um Schutzzölle, die Entwicklungsländer zur Abschirmung ihrer Landwirtschaft anwenden dürfen. Hier wollten die Vereinigten Staaten mehr Zugeständnisse.
AgE








Mittwoch, 20. August 2008

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