Mehr Sicherheit bei GVO



Forschung  Im Rahmen eines Verbundprojekts des Bundesforschungsministeriums werden an der Technischen Universität (TU) Braunschweig die Auswirkungen gentechnischer Veränderungen beim Raps untersucht. Wie die Hochschule mitteilte, sollen dabei Methoden entwickelt werden, mit denen die Veränderungen präziser durchgeführt werden können, um die Sicherheit zu erhöhen. Projektleiter Prof. Reinhard Hehl vom Institut für Genetik erläuterte, die Gene sollten nur in vorher gut charakterisierten Stellen im Genom integriert werden. Dabei müsse ausgeschlossen werden, dass durch das fremde Gen unerwünschte Nebeneffekte aufträten wie neue Mutationen. Außerdem solle sichergestellt werden, dass es an diesem Ort seine erwartete Wirkung in der Pflanze zeige. Oft würden neue Gene in der Pflanze einfach abgeschaltet, erklärte der Wissenschaftler. Ferner werde in dem Vorhaben erforscht, wie die unerwünschte Übertragung gentechnischer Veränderungen auf andere Pflanzen verhindert werden könne. Eine Möglichkeit sei, das fremde Gen nur mütterlicherseits zu vererben, so dass die Pollen nicht betroffen seien. Ein anderer Ansatz gehe dahin, die Veränderung der Pollenentwicklung zu entfernen, so Hehl. An dem Verbundprojekt sind neben der TU Braunschweig die Universität Karlsruhe, das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie in Golm, die Universität Hamburg, das Julius-Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg und das Johann-Heinrich-von-Thünen-Institut (vTI) in Großhansdorf beteiligt. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit mehr als 1 Mio. Euro.
AgE








Mittwoch, 20. August 2008

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