Noch kein "Erntefest" in Sicht
L P D - Anhaltend unbeständiges Wetter verzögert weiterhin den Abschluss der Getreideernte. Nach einer Umfrage des Landvolks Niedersachsen konnten zwar auf den leichteren Böden die Felder weitgehend geräumt werden, auf den besseren Standorten in Südniedersachsen standen Mitte August aber immer noch ungefähr 15 Prozent des Weizens auf dem Halm. In den traditionellen Späterntegebieten im Hügelland sowie in den Marschen muss teilweise noch ein Drittel bis die Hälfte der Weizenfelder geerntet werden, auch etliche Sommergetreidefelder waren vor dem Einsetzen der Niederschläge noch nicht reif. Zurzeit herrscht aber nahezu Stillstand beim Mähdrusch. Auch in nächster Zeit sind keine günstigen Druschbedingungen in Sicht. Zunehmend drohen jetzt Qualitätsverluste durch sinkende Fallzahlen, die erste Vorboten beginnenden Auswuchses sind, d.h. die Körner kommen bereits in der Ähre in Keimstimmung und sind dann nicht mehr als Brotgetreide verwendbar. Die Bauern nutzen deshalb die immer wieder sporadisch auftretenden kurzen Sonnenstunden, um die Ernte einzubringen. Dabei müssen sie allerdings erhöhte Kornfeuchten in Kauf nehmen und das Getreide dann mit hohem Kostenaufwand trocknen. (LPD 32/2008)
Donnerstag, 14. August 2008
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