Fürs Essen weniger ausgegeben als für Verkehr
L P D - Für Mobilität geben die Niedersachsen nach Angaben des Landvolks Niedersachsen mehr Geld aus als für das Essen. Der Anteil des Verkehrs am Budget für den Konsum der privaten Haushalte beträgt zurzeit laut einer Auswertung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen gut 13 Prozent und ist damit nach dem Wohnen, das mit gut 30 Prozent zu Buche schlägt, der zweitgrößte Ausgabenposten. Auch für Freizeit, Unterhaltung und Kultur wird mehr ausgegeben als für die Ernährung, dieser Posten ist mit gut elf Prozent am Warenkorb beteiligt. Erst an vierter Stelle folgt die Ernährung mit nur zehn Prozent (ohne alkoholische Getränke und Tabak). Am geringsten ist der Anteil für die Bildung mit lediglich 0,7 Prozent der gesamten Konsumausgaben. Trotz der Preiserhöhungen seit dem vergangenen Jahr ist damit das „täglich Brot“ erschwinglich geblieben; in den ersten Nachkriegsjahren ging oft mehr als die Hälfte des Einkommens für die Ernährung drauf. Dass der Anteil der Nahrungsausgaben heute nur noch so gering ist, geht auch auf das Konto der enormen Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft, von der in erster Linie die Verbraucher profitieren konnten. Insgesamt haben sich die Lebenshaltungskosten in Niedersachsen in den vergangenen Jahren geringfügig stärker erhöht als im Bundesdurchschnitt. Der Gesamtindex war im Mai 2008 gegenüber Mai 2005 in Niedersachsen auf 106,8 gestiegen, bundesweit lediglich auf 106,7. (LPD 32/2008)
Donnerstag, 14. August 2008
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