Eine neue Börse für Mist und Gülle
Düngerbörse Mit einem neuen Dienstleistungsangebot kommt das Landvolk Niedersachsen gerade recht in einer Zeit rasant steigender Preise für Mineraldünger: Die Düngerbörse soll den Austausch von Wirtschafsdünger zwischen Überschuss- und Bedarfsregionen erleichtern. Damit können die vorhandenen Ressourcen übergebietlich besser ausgeschöpft und Kosten für den Zukauf von Mineraldünger gespart werden.
Möglich wird das durch die Vernetzung aller Kreislandvolkverbände untereinander durch das Intranet des Verbandes, das jetzt um den Baustein „Düngerbörse“ erweitert wurde. So handelt es sich auch um keine Börse im eigentlichen Sinn, sondern um eine Kommunikationsplattform zwischen den Landvolk-Kreisverbänden. Sie entspricht in der Handhabung der bereits bestehenden Plattform für Zahlungsansprüche.
Landwirte, die Wirtschaftsdünger abgeben oder aufnehmen wollen, können sich an ihren jeweiligen Kreisverband wenden. Über das Landvolk-Intranet werden dann die jeweils passenden Partner vermittelt. Dabei wurde die Datenbank bewusst „schlank“ gehalten. Sie dient ausschließlich der schnellen Kommunikation. Öffentlich-rechtliche Anforderungen aus dem Bereich des Düngerrechts oder andere komplexe Sachverhalte können nicht berücksichtigt werden.
Die Suchblätter sind so konzipiert, dass gezielt nach bestimmten Düngerarten unterschieden werden kann. Mit der Definition der handelbaren Stoffe soll verhindert werden, dass möglicherweise problematische Stoffe aus Abfallanlagen durch die Kreisverbände vermittelt werden. Außerdem fordert die Suchmaske nur zur Eingabe niedersächsischer Landwirte als Kunden auf.
Bestehende Geschäftsbeziehungen sollen durch das neue Landvolk-Angebot nicht gestört werden. Vielmehr strebt der Verband die enge Zusammenarbeit im grünen Zentrum an, weil dort auch Fragen des Düngerwertes, der Ausbringung oder des Transports und ähnliche mit dem Know-how der jeweiligen Fachleute beantwortet werden können. Bis zum 31. August kann die neue Börse zum Ausprobieren noch kostenlos genutzt werden, danach werden wie den Zahlungsansprüchen 15 Euro je Eintrag berechnet. Klaus Labahn
Mittwoch, 13. August 2008
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