Frühkartoffelsaison endet mit zufriedenen Gesichtern
L P D - Mit dem 10. August endet die Frühkartoffelsaison und viele Erzeuger und Händler können mit Abschluss der Kampagne ein positives Resümee ziehen. Durch die konsequente Umsetzung des Programms zur Festschaligkeit und einem disziplinierten Angebotsverhalten von Landwirten und Kartoffelhandel lag das Preisniveau während des gesamten Saisonverlaufes deutlich über dem der Vorjahre, berichtet der Landvolk-Pressedienst. Nicht nur die frühe Nachfrage, sondern auch das im Vergleich zum Vorjahr um ca. 25 Prozent verringerte Angebot importierter Speisefrühkartoffeln aus dem südlichen und östlichen Mittelmeerraum war dafür verantwortlich. Zum einen passten die Länder wie Ägypten die Anbaufläche dem Durchschnitt der Vorjahre an oder es kam zu witterungsbedingten Ausfällen durch Frost und Trockenheit wie in Israel und Zypern. Auch der Streik der Lkw-Fahrer in Spanien trug dazu bei, dass es zu keinem drängenden Angebot von Importkartoffeln auf den deutschen Markt kam.
Um die Qualität der deutschen Frühkartoffeln zu verbessern, trafen sich schon im Herbst 2007 Vertreter der Frühkartoffelerzeugergemeinschaften und des Handels auf Anregung des Deutschen Kartoffel Handelsverband e.V. (DKHV) und sprachen sich dafür aus, 2008 ausschließlich schalenfeste Kartoffeln für die Abpackung anzubieten. Bereits mit den ersten Verladungen zeigte sich, dass mit dem Programm zur Festschaligkeit die Qualität der Kartoffeln wesentlich verbessert wurde. Insbesondere bei der Warenpräsentation in den Supermärkten machte sich dies positiv bemerkbar. Die trockenen und schalenfesten Kartoffel, wurden von den Kunden gerne in den Einkaufswagen gelegt. Ausgezahlt hat sich in diesem Jahr auch die Möglichkeit, die Kartoffeln trocknen zu können. Es kam so bei nach Niederschlägen gerodeten und gelüfteten Kartoffeln kaum zu Beanstandungen und der Markt konnte durchgehend beliefert werden.
Die Kampagne 2008 hat gezeigt, dass sich bei entsprechendem Angebotsverhalten und guten Qualitäten der Kartoffeln überdurchschnittliche Preise erzielen lassen. Die Sorgen der Erzeuger, dass ihre Vorleistungen zur Festschaligkeit nicht honoriert werden, erwiesen sich in diesem Jahr als unbegründet. Ein Fortbestand der Qualitätsoffensive „Festschaligkeit“ wird jedoch nur möglich sein, wenn das Frühkartoffelpreisniveau auf Dauer angehoben wird. Auch müssen sich die Betriebe langfristig den verändernden Verzehrsgewohnheiten mit einem immer geringeren Frischverzehr stellen. In den kommenden Monaten werden viele Regionen im August mit schalenfesten Kartoffeln am Markt vertreten sein. Von Seiten der Erzeuger besteht ein großes Interesse, bei einem attraktiven Preisniveau Kartoffeln zu vermarkten. Die gute Räumung in den Frühkartoffelregionen und die Aussicht auf eine bestenfalls normale Ernte werden frühzeitig Signale für eine frühe Einlagerung setzen und somit wird ein „guter“ Kartoffelerzeugerpreis bis in den Herbst fortbestehen. (LPD 31/2008
Donnerstag, 7. August 2008
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