WTO-Verhandlungen erneut abgebrochen
Nachdem WTO-Generaldirektor Pascal Lamy vor dem Wochenende ein Kompromisspapier für die seit 2001 laufende Doha-Handelsrunde vorgelegt hatte, sind die Verhandlungen am Dienstagabend erneut vertagt worden. Sie scheiterten an unüberbrückbaren Meinungsunterschieden zwischen den USA und Indien sowie China als Repräsentanten der Schwellen– und Entwicklungsländer. Beide asiatischen Staaten wollen ihre Kleinbauern vor hohen und billigen Agrarimporten schützen und weigerten sich, entsprechende Schutzklauseln zu öffnen. Die EU hatte in Genf ihre Bereitschaft zu einem Abbau der Agrarsubventionen um 80 Prozent bekräftig, die USA will ihre Hilfen an die Farmer auf 15 Mrd. Dollar im Jahr begrenzen, dieses Angebot bleibt auf dem Tisch. Eine erneute Gesprächsrunde ist jetzt für den Herbst vorgesehen. AgE
Mittwoch, 30. Juli 2008
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