Zum Markt gibt es keine Alternative
Die Rahmenbedingungen für die niedersächsische Milchwirtschaft werden durch den Markt vorgegeben. Mit der Agrarreform von 2003 und ihrer Entkopplung der Direktzahlungen wurde die europäische Landwirtschaft in den weltweiten Wettbewerb entlassen. Vor diesem Hintergrund wertet das Landvolk Niedersachsen eine Konservierung von Strukturen sowie Produktionsbegrenzungen in jeglicher Form als Hindernis in dem globalen Wettbewerb. Als unantastbar bezeichnet der Verband mit der Erfahrung von mehr als 60 Jahren agrarpolitischer Interessenvertretung für die Landwirte in Niedersachsen die unternehmerische Freiheit und die Unantastbarkeit des Eigentums.
Von diesen Leitsätzen hat sich das Landvolk Niedersachsen bei seinen Positionen und Argumenten zur Milcherzeugung in Niedersachsen leiten lassen. Sie wurden von den mehr als 50 Kreisverbänden, den Vertretern des Milchausschusses, praktischen Landwirten und in Zusammenarbeit mit weiteren Interessenvertretern der Milch- und Molkereiwirtschaft erarbeitet. Basis ist die Ausrichtung auf den Markt, dazu regt der Berufsverband eine bessere Beobachtung und Analyse des Binnen- wie auch der Auslandsmärkte an. Zudem werden neue Preisabsicherungsmodelle vorgeschlagen. Im Miteinander zwischen Milcherzeugern und ihren Verarbeitungsunternehmen will das Landvolk neue Komponenten zu Preis, Menge und Laufzeit in die Verträge einbringen.
Keine Zweifel bestehen nach Einschätzung des Verbandes an der Tatsache, dass die Milchquote im Jahr 2015 definitiv auslaufen wird. Dazu hat sich auch EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel in jüngster Vergangenheit in Deutschland wiederholt bekannt. Auch Nachfolgeregelungen würden insbesondere die jungen Milchviehhalter lediglich mit zusätzlichen Kosten und Bürokratie belasten, bieten aber, wie mehr als 20 Jahre unter Quotenregime belegen, keine Gewähr für höhere Preise.
Unter dem Titel „Milcherzeugung in Niedersachsen“ liegen die Positionen und Argumente des Landesbauernverbandes Niedersachsen in den Geschäftsstellen der Kreisverbände aus. Die Broschüre steht zudem als Download zur Verfügung. (LPD 29/2008)
Broschüre Milcherzeugung in Niedersachsen
Donnerstag, 24. Juli 2008
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