Winterraps wird wieder interessanter
Für den Rapsanbau stehen nach Einschätzung der Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) bei der jetzt anstehenden Aussaat die Zeichen auf „grün“. Begründet wird diese Einschätzung nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes mit der knappen Versorgung und der Tatsache, dass die Vorräte an Rapssaat weltweit kaum ansteigen werden. Nach einer deutlichen Anbaueinschränkung im Vorjahr könnte die Ölfrucht daher wieder an Attraktivität gewinnen. In Niedersachsen war der Rapsanbau im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel zurückgefahren worden, die Anbaufläche fiel mit 114.215 ha entsprechend kleiner aus als im Jahr zuvor. Die ersten Ernteprognosen gehen von durchschnittlichen Erträgen um die 33 dt/ ha aus, das wären etwa zwei dt/ha mehr als im enttäuschenden Vorjahr, aber fast drei Prozent weniger als im langjährigen Durchschnitt. Die Landwirte befürchten, dass die stetigen Niederschläge der vergangenen Woche zu viele Körner aus den reifen Schoten ausgetragen haben könnte, dieser Ausfall schmälert ihren Ertrag. Der Winterraps ist die erste Frucht, die jetzt nach den Erntearbeiten erneut ausgesät wird und dann fast ein Jahr bis zur Ernte im Sommer 2009 heranwachsen und -reifen muss. (LPD 29/2008)
Donnerstag, 24. Juli 2008
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