Lebensmittel sind mehr wert ...
Öffentlichkeitsarbeit …auch für die Verbraucher. Dies bekräftigt eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Danach stimmen 49 % der Deutschen der Feststellung zu, dass Fleisch, Eier und Milch angesichts der von den Landwirten zu erbringenden Leistungen zu billig sind. Nur ein Viertel der 1.800 Befragten war gegenteiliger Auffassung, 23 % zeigten sich unentschieden. Damit haben die deutschen Bauern starke Sympathien in der Öffentlichkeit auf ihrer Seite.
Die Verbrauchermeinung, wonach Lebensmittel mehr wert sind, fand trotz gestiegener Lebensmittelpreise im Westen Deutschlands mit 51 % und im Osten mit 42 % deutlich mehr Zustimmung als noch vor fünf Jahren. "Eine solche Ansicht ist der verdiente Erfolg der deutschen Bauern, die in den zurückliegenden Jahren konsequent den Verbraucherdialog für ihre Öffentlichkeitsarbeit genutzt haben", erklärte der Vorsitzende des DBV-Fachausschusses Öffentlichkeitsarbeit, Joachim Rukwied aus Baden-Württemberg. Ergebnisse bestätigten die Meinungsumfrage von Emnid aus dem vergangenen Jahr, wonach die Bevölkerung die langjährige Forderung der Bauern und des DBV nach höheren Lebensmittelpreisen für gerechtfertigt halte, stellte Rukwied fest.
Damit habe sich die Ende der neunziger Jahre neu ausgerichtete Konzeption der Öffentlichkeitsarbeit ausgezahlt, freute sich Rukwied. Die Vorzüge regionaler Produkte sowie landwirtschaftliches Denken und Handeln würden mit dem Verbraucher kommuniziert über zahlreiche Veranstaltungen auf den Höfen, in den Gemeinden und Städten sowie beim Landtourismus und auf dem Wochenmarkt. Nur mit einem langfristigen Kommunikationskonzept, das auf Ehrlichkeit und Authentizität beruhe, sei der Verbraucher für die Anliegen der Bauern und ihrer Familien zu erreichen. Der DBV habe bereits im Jahr 2003 seine Dachkampagne "Lebensmittel sind mehr wert" gezielt für eine höhere Wertschätzung der Lebensmittel und gegen die Wertevernichtung durch den Preiskampf gestartet.
AgE
Mittwoch, 23. Juli 2008
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