EU will Zölle weiter senken
WTO Die europäische Union ist mit einem starken Angebot in die neue Runde der Welthandelsgespräche (WTO) in Genf gegangen. EU-Handelskommissar kündigte Senkungen der Agrarzölle um bis zu 54 % an, sie erreichten eine Grenze von fast 100 Mrd. Euro. Die EU möchte damit gegenüber den Schwellenländern wie Brasilien, Mexiko und Indien ein Zeichen setzen, die erst nach Abbau der Agrarzölle ihre Märkte für Waren und Dienstleistungen aus den Industriestaaten öffnen wollen.
Offensichtlich sind sowohl die EU als auch die USA daran interessiert, die seit2001 laufende Doha-Runde zu einem guten Abschluss zu bringen. Entsprechende Signale, allerdings ohne konkrete Zusagen, gab es auch von der US-Handelsbeauftragten Susan Schwab. Der Deutsche Bauernverband befürchtet bei einem weiteren Abbau der Agrarzölle für Produkte wie Zucker, Rindfleisch oder Milch erhebliche Probleme für die europäische Landwirtschaft. DBV-Präsident Gerd Sonnleitner erinnerte Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihre Zusage auf dem Deutschen Bauerntag in Berlin, keinem Abschluss zuzustimmen, der „auf dem Rücken der Landwirtschaft“ ausgetragen werde. dpa/Pd
Mittwoch, 23. Juli 2008
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