"Der Kampf wird andauern"



Milchpreis   Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat sich gegen den Wegfall der Milchquote ohne ein entsprechendes Begleitprogramm für die Milchbauern ausgesprochen. „Das kann Rückwirkungen auf die Preise haben“, warnte der Minister am Dienstag in Brüssel vor einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen. Das Auslaufen der Quote, die europaweit die Milchproduktion regelt, setze einen Milchfonds voraus. „Darum kämpfen wir und der Kampf wird andauern,“ sagte Seehofer.

Zudem will Seehofer erneut mit dem Handel über die Lage der Milchbauern sprechen. Dazu sei in dieser Woche ein Treffen geplant, hieß es aus dem Agrarministerium in Berlin. Im Streit über höhere Erzeugerpreise will Seehofer erreichen, dass die Milchbauern mehr Macht am Markt bekommen. Er hatte dem Lebensmitteleinzelhandel Preisabsprachen vorgeworfen. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), der dies zurückweist, zeigt sich unter Bedingungen grundsätzlich offen für Preiserhöhungen zugunsten der Milchbauern. Am 29. Juli soll es zu einem Treffen der gesamten Branche mit Seehofer kommen. Wenn es der Markt hergebe und die Kunden das akzeptierten, sei der Handel auch bereit, höhere Preise zu bezahlen, sagte HDE-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Die Verbraucher akzeptieren einer Umfrage zufolge höhere Preise für Milch, Eier und Fleisch: 51 % in Westdeutschland und 42 % in Ostdeutschland halten die Lebensmittelpreise für zu niedrig, teilte der Deutsche Bauernverband unter Berufung auf das Institut Allensbach mit.
dpa



Mittwoch, 16. Juli 2008

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