Nutznießer



EU-Agrarfinanzen  Die französischen Landwirte bleiben auch in der erweiterten Europäischen Union die größten Nutznießer der gemeinsamen Agrarpolitik. Das geht aus dem Finanzbericht für das Jahr 2007 hervor, den die Europäische Kommission jetzt vorgelegt hat. Danach erhielten die französischen Bauern im vergangenen Jahr rund 10,24 Mrd. € in Form von Direktbeihilfen, Marktstützmaßnahmen und Beihilfen zur ländlichen Entwicklung aus dem EU-Agrarhaushalt. Der französische Anteil am Brüsseler Finanzkuchen ist jedoch geschrumpft. Im vergangenen Jahr flossen 19,5 % der EU-Agrarausgaben nach Frankreich. Damit hat das Land erstmals die 20-Prozent-Grenze unterschritten; im Jahr 2006 waren noch 20,3 % der EU-Agrarausgaben für Frankreich bestimmt. Weit abgeschlagen erzielte Deutschland im vergangenen Jahr den zweitgrößte Profit der gemeinsamen Landwirtschaftspolitik, dicht gefolgt von Spanien auf dem dritten Platz. Die deutschen Landwirte konnten sich über insgesamt 6,87 Mrd. € aus dem EU-Agrarbudget freuen, was einem Anteil von 12,8 % entsprach. Ihre spanischen Kollegen erhielten 6,62 Mrd. € oder 12,4 % der entsprechenden EU-Gelder.

Die Kommission legte großen Wert auf die Feststellung, dass die Gemeinschaft im vergangenen Jahr mehr für Wachstum und Beschäftigung ausgegeben hat als für die Landwirtschaft. Während die EU sich den so genannten Lissabon-Prozess 44 Mrd. € hat kosten lassen, umfasste der Etat für die Landwirtschaft knapp 43 Mrd. €. Dabei klammerte die EU-Behörde jedoch die Ausgaben für die ländliche Entwicklung aus den Agrarausgaben aus. Einschließlich der ländlichen Entwicklung gab die Gemeinschaft im vergangenen Jahr insgesamt 53,52 Mrd. € für die Landwirtschaft aus.

AgE








Mittwoch, 9. Juli 2008

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