Stilllegung ade
Getreidemarkt Die europäischen Landwirte brauchen in diesem sowie in den kommenden Jahren keine Flächen mehr stillzulegen. Darauf hat sich der Brüsseler Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) im Grundsatz geeinigt. Eine "große Mehrheit" von Mitgliedstaaten sei damit einverstanden, die Stilllegungspflicht von 10 % abzuschaffen hieß es in Brüssel. Damit erhielten die Landwirte ein rechtzeitiges Signal zur Zukunft der Flächenstilllegung. Mit dieser Grundsatzeinigung wird der zunehmend angespannten Lage an den Getreidemärkten Rechnung getragen, erklärte die Europäische Kommission. Die Kommission kündigte im SAL an, in den kommenden Wochen im Amtsblatt der EU eine Mitteilung zu veröffentlichen, um die europäischen Landwirte über die voraussichtliche Abschaffung der Stilllegungspflicht zu informieren. Rechtssicherheit bietet diese Mitteilung jedoch nicht, wie der juristische Dienst des EU-Ministerrats bestätigte.
Die Kommission rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordgetreideernte in Höhe von 295 Mio. t in der EU, im Vorjahr wurden 258 Mio. t geerntet. Durch die Aussetzung der Stilllegungspflicht wurden rund 3 Mio. ha zusätzlich bewirtschaftet, daraus ergibt sich eine Produktionssteigerung von 13 Mio. t entspreche. Der weitere Produktionsanstieg von 24 Mio. t geht auf Ertragssteigerungen zurück. AgE
Mittwoch, 9. Juli 2008
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