Hilse fordert Milchpreise auf verlässlicher wirtschaftlicher Grundlage



L P D - Das Landvolk Niedersachsen wertet die gestern von der Discountkette Lidl gegenüber dem Deutschen Bauernverband zugesagte Preiserhöhung für Frischmilch und Butter als einen ersten Erfolg. „Unsere Bauern müssen aber darauf vertrauen können, dass dies nicht allein eine Werbemaßnahme ist, sondern nachhaltig umgesetzt wird“, sagte Landvolkpräsident Werner Hilse zu der Ankündigung von Lidl, die Verkaufspreise für Milch ab Montag um zehn Cent je Liter, und für das 250-Gramm-Päckchen Butter um 20 Cent anzuheben. „Der gesamte Lebensmitteleinzelhandel muss die Preise für das komplette Sortiment der Milch- und Molkereiprodukte dauerhaft und verlässlich anheben, damit die Milchverarbeiter wieder in die Lage versetzt werden, unseren Landwirten Milchpreise auf einer wirtschaftlich rentablen Grundlage auszuzahlen“, kommentierte Hilse den Durchbruch in dem Streit um höhere Erzeugerpreise. Der in der letzten Maiwoche bundesweit begonnene Milchlieferstreik hat die breite Öffentlichkeit auf die wirtschaftlich schwierige Situation der Milcherzeuger und ihrer Familien aufmerksam gemacht. Der Deutsche Bauernverband hat daher den Druck auf den Lebensmitteleinzelhandel nochmals verstärkt und sich massiv für eine Erhöhung der Preise eingesetzt. Heute organisiert das Landvolk Niedersachsen eine Mahnwache vor der Edeka-Zentrale in Hamburg, niedersächsische Landwirte beteiligen sich auch an ähnlichen Aktionen bei den Aldi-Zentralen in Essen und Mülheim.



Donnerstag, 5. Juni 2008

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