Fonds beteiligt auch Bauern
LKV Die Bauernfamilien in Deutschland müssen durch die Einführung des Gesundheitsfonds keine Erhöhung ihrer Beiträge zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung (LKV) fürchten. Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung beschloss das Bundeskabinett vergangene Woche eine Beteiligung der LKV an den Bundeszuschüssen zum Gesundheitsfonds. Über diesen Fonds finanziert der Bund ab kommendem Jahr durch Steuermittel zunehmend die so genannten versicherungsfremden Leistungen, beispielsweise die Familienversicherung.
Vom pauschalen Bundeszuschuss für den Fonds in Höhe von vier Mrd. Euro im Jahr 2009 erhalten die landwirtschaftlichen Krankenkassen laut dem Gesetzentwurf 48 Mio. Euro oder 1,2 %. Mit steigenden Bundeszuschüssen in den Folgejahren ist auch eine Aufstockung der Mittel an die LKV gesichert, denn die Höhe des Zuschusses bemisst sich dem Entwurf zufolge nach dem Verhältnis der Anzahl der Versicherten der landwirtschaftlichen Krankenkassen zur Anzahl der Versicherten aller Krankenkassen. Der Deutsche Bauernverband (DBV) sieht mit dem Kabinettsbeschluss ein Versprechen Seehofers und der Union eingelöst. Die Anzahl der Versicherten als Maßstab für die Verteilung der Bundeszuschüsse hatte der Berufsstand vorgeschlagen. AgE/dpa
Mittwoch, 28. Mai 2008
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