Bauern fordern leistungsgerechte Preise vom Handel
L P D - Niedersachsens Bauern wehren sich gegen den Preisdruck. Sauenhalter und Schweinemäster müssen seit weit mehr als einem Jahr ihre Erzeugnisse quasi „verschenken“, die Milcherzeugerpreise geben nach einem kurzen Zwischenhoch im Herbst vergangenen Jahres erneut deutlich nach. Aktuell sind die Auszahlungspreise der Molkereien an die Landwirte um 20 Prozent gegenüber dem höchsten Stand im Herbst 2007 gesunken. „Als Partner in der Wertschöpfungskette für Lebensmittel müssen wir Bauern leistungsgerechte Preise erhalten“, fordert Landvolkpräsident Werner Hilse heute auf einer Kundgebung des Verbandes in Oldenburg. Die Landwirte selbst müssten deutlich mehr für Futtermittel, Dünger, Energie oder Löhne ausgeben, während auf der Einnahmeseite ständig weniger in die Kassen komme. An die Molkereien richtet sich daher die eindeutige Botschaft, bei den jetzt laufenden Preisverhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel hart zu bleiben. „Eine nur saisonal zu erwartende Schwäche des Marktes darf nicht das Niveau für die kommenden Monate vorgeben“, gab Hilse die Erwartungshaltung der knapp 14.000 niedersächsischen Milchviehhalter mit ihren Familien wieder. Die niedersächsischen Landwirte liefern erstklassige Rohstoffe als Basis für hochwertige Produkte, sie garantieren eine intakte Umwelt und sichern Arbeitsplätze und fordern für diese Leistungen auskömmliche Preise. Die heutige Veranstaltung ist eingebettet in die Aktionstage Milch des Deutschen Bauernverbandes unter dem Motto „Lebensmittel sind mehr wert“. Der Berufsstand bittet auch die Bevölkerung um Verständnis für die Forderung nach leistungsrechten Preisen.
Mittwoch, 16. April 2008
Zurück Nach oben
|