Vorschlag bleibt im Rahmen
WTO Der aktuelle Kompromissentwurf für die Agrarverhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO) verbleibt nach Meinung der Europäischen Kommission im Rahmen der Offerte, die sie im Oktober 2005 gemacht hat. Eine von ihren Dienststellen angefertigte Folgenabschätzung zeige, dass der Vorschlag des Vorsitzenden vom WTO-Landwirtschaftsausschuss, Crawford Falconer, „vergleichbare makroökonomische Auswirkungen“ habe wie das Angebot der Brüsseler Behörde, sagte Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel vergangene Woche beim Treffen mit den EU-Landwirtschaftsministern. Fischer Boel verschwieg allerdings, dass der Falconer-Vorschlag zu einem sprunghaften Anstieg der Importe von Butter, Geflügelfleisch und Käse führen würde. Sie räumte zudem ein, dass Zucker sowie Obst und Gemüse nicht Teil der Folgenabschätzung seien. Die Kommissarin äußerte den Eindruck, dass die WTO-Mitgliedstaaten sich inzwischen auch bei Industriegütern bewegten. Um die Verhandlungen noch in diesem Jahr abzuschließen, müssten die Modalitäten bis spätestens Anfang Mai vereinbart werden. AgE
Donnerstag, 27. März 2008
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