Veredler brauchen Entlastung



Futtermittel  In zwei wichtigen Punkten macht sich Landvolkpräsident Werner Hilse für Entlastung zu Gunsten der Veredelungsbetriebe stark. Danach fordert er eine schnelle Umsetzung der vorgesehenen Änderungen im Futtermittelgesetz. Sie sehen eine Aufhebung des Verfütterungsverbotes tierischer Fette an Nicht Wiederkäuer vor. Nach dem ersten BSE-Fall im November 2000 in Deutschland war die Verfütterung tierischer Fette strikt verboten worden. Inzwischen besteht Konsens zur Lockerung des Verbots und eine Zulassung der Verfütterung an Nicht Wiederkäuer.

Erhebliche Verknappungen werden auf dem Markt für Sojafuttermittel durch die faktische Nulltoleranz gentechnisch veränderte Sorten (GVO), die in der EU nicht oder noch nicht zugelassen sind, befürchtet. Diese Sorge haben die Bezirksvorsitzenden des Landvolkes Niedersachsen in der Weser-Ems-Region in Gesprächen mit dem Landvolkpräsidenten geäußert. Die in den USA zugelassenen GVO-Sojasorten sind wegen der Gefahr auch nur minimaler Verschleppungen in der EU nicht verkehrsfähig. Die Verfügbarkeit von Corngluten und Sojaschrot aus den USA ist damit drastisch eingeschränkt. Die Europäische Kommission selbst befürchtet aufgrund der Verknappung von Futtermitteln bereits einen Einbruch der europäischen Schweineproduktion um ein Drittel. Der Berufsstand fordert eine Abkehr vom Nulltoleranz-Prinzip bezüglich der nicht zugelassenen Sorten in der EU, um eine Trennung von GVO und GVO-freien Produkten zu ermöglichen.
Br




Mittwoch, 12. März 2008

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