Lichtblick am Schweinemarkt
Trendwende Für Schweinehalter kommt nach monatelanger Durststrecke jetzt möglicherweise ein Lichtblick in Sicht. Während die Nachfrage zurzeit recht rege ist, fällt das Angebot an Schlachtschweinen nicht mehr so reichlich aus, so dass die Preisnotierungen in der vergangenen Woche um 5 Ct angezogen haben. Für die nächste Zeit wird mit einer zunehmenden Nachfrage bei weiter nicht zu umfangreichem Angebot gerechnet, so dass Marktexperten einen weiteren Preisanstieg auf 1,50 € je kg Schlachtgewicht für möglich halten. Das spiegeln auch die Kontrakte an der Warenterminbörse in Hannover wider. Mit zeitlicher Verzögerung werden die besonders von der Misere betroffenen Ferkelerzeuger ebenfalls davon profitieren. Gleichwohl reicht die Marke von 1,50 Euro noch nicht aus, um die Schweinefleischerzeugung wieder rentabel zu machen, zumal die Futterkosten stark gestiegen sind. Der Deutsche Bauernverband hat deshalb nachdrücklich eine Verbesserung der Erzeugerpreise gefordert. Es müsse gelingen, durch Überwälzung der Kosten die Betriebe aus der Verlustzone zu bringen, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner vor der Presse. Ein Grund des Preisverfalls war der starke Anstieg der Schweineproduktion im vergangenen Jahr. 2007 war bei der Erzeugung von Schweinefleisch ein erneuter Höchstwert zu verzeichnen und damit seit 2001 der siebente Rekord in Folge. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Erzeugung von Schweinefleisch um 0,3 Millionen Tonnen oder 7,0% zu.
Klaus Labahn
Mittwoch, 13. Februar 2008
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