Einkommen leicht verbessert
Situationsbericht Ein leichtes Plus, aber große Unterschiede zwischen den Betriebstypen prägen die Einkommensentwicklung auf den Höfen. Im Durchschnitt stieg das Unternehmensergebnis im Wirtschaftsjahr 2006/07 um 3.900 € auf 35.400 €. Daraus leitet sich ein Betrag je Familienarbeitskraft von 25.300 €, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 2.800 €. Diese Zahlen nannte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner am Dienstag bei der Vorstellung des Situationsberichtes in der Bundespressekonferenz in Berlin. Die Daten basieren auf der Auswertung von 20.000 bundesdeutschen Betrieben.
Der DBV-Präsident wies auf die deutlich gestiegenen Kosten, ein Plus von 3,9 % für Futter und Düngemittel sowie Pflanzenschutz, sowie die starken Differenzen zwischen den Betriebsformen hin. Danach konnten die Futterbaubetriebe ihr Ergebnis um 10 % auf 33.897 € erhöhen. Deutlich besser bleiben weiterhin die Veredelungsbetriebe mit 40.646 €, obwohl sie ein deutliches Minus in Höhe von 11,7 % verkraften mussten. Die Spitzenstellung zwischen den Betriebsformen nehmen die Ackerbauern mit einem Ergebnis von 42.956 € und einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 40,3 Prozentpunkten ein. Im Ländervergleich liegen die neuen Bundesländer mit 46.021 € an der Spitze, dicht gefolgt von den Nordlichtern Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit jeweils gut 45.000 €. Das Schlusslicht bildet Baden-Württemberg mit einem Betriebsergebnis von 28.000 €. Einen deutlichen Sprung machten auch die Ökobetriebe, sie konnten ihr Betriebsergebnis auf knapp 50.000 € verbessern, wobei unter anderem deutlich höhere Zahlungen aus Agrarumweltmaßnahmen bzw. Flächenprämien eine große Rolle spielten.
Landwirtschaft werde heute ganz anders wahr genommen, als noch vor Jahresfrist, sagte Sonnleitner vor der Bundespressekonferenz. Die wirtschaftliche Bedeutung spiele in der Öffentlichkeit wieder eine wichtige Rolle. Unter anderem wird gewürdigt, dass Deutschland weltweit der viertgrößte Exporteur von Agrargütern ist, Landwirtschaft heute als höchst innovative Branche gilt, und sie mit der Ernährungsindustrie zusammen immerhin 11 % der Erwerbstätigen einen Arbeitsplatz bietet. Besonders erfreut zeigte sich der Präsident über die Tatsache, das auch die Investitionen in der Landwirtschaft mit einem Plus von 10,8 den Blick der Betriebsleiter nach vorne widerspiegeln. Allerdings liegen die Bruttomonatseinkommen auf den Höfen mit monatlich 2.110 € je Familienarbeitskraft immer noch um etwa 8 % unter dem gewerblichen Vergleichslohn. Neben dem Aufschwung, der einen Teil der Agrarmärkte erreicht hat, sah Sonnleitner in erster Linie die unternehmerischen Leistungen der Betriebsleiter als Grundlage des Erfolges an. Der Situationsbericht steht im Internet unter www.situationsbericht.de als Download bereit.
Br/Pd
Mittwoch, 12. Dezember 2007
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