Auf jedem zwölften Hof hat eine Frau das Sagen
Der Begriff „landwirtschaftlicher Familienbetrieb“ sagt aus, dass auf einem Bauernhof die Hilfe der gesamten Familie erforderlich ist. Jeder zwölfte Hof in Niedersachsen befindet sich sogar ganz unter weiblicher Regie. Aus den Daten der Agrarstrukturerhebung 2005 geht hervor, dass von 50.202 Einzelunternehmen 4.243 auf den Namen einer Frau als Betriebsinhaberin laufen. 8,5 Prozent der Betriebe gehören damit einer Landwirtin oder Bäuerin. Von diesen wiederum übernehmen 3.830 Frauen nach den Daten des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik zugleich die Funktion des Betriebsleiters und treffen damit auch die unternehmerischen Managemententscheidungen. Etwas höher ist die Frauenquote bei den Nebenerwerbsbetrieben, hier sind von 21.666 Höfen insgesamt 2.646 in weiblicher Hand. Das entspricht einer Quote von etwa zwölf Prozent.
Als mithelfende Familienarbeitskräfte sind die Frauen als Bäuerinnen auf fast allen Höfen fest in der Arbeitsalltag mit eingeplant. Vielfach übernehmen sie ihre fest abgesteckten eigenen Aufgabenbereiche, sei es im Kälberstall, im Melkstand oder auch im Einkauf von Betriebsmitteln. Auch die Buchführung gilt auf zahlreichen Betrieben als Domäne der Bäuerinnen. Strategische Entscheidungen und die Ausrichtung des Betriebes werden auf Niedersachsens Bauernhöfen traditionell sehr partnerschaftlich von der Betriebsleiterfamilie getroffen.
Dienstag, 19. Juni 2007
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