Fast 6.000 Auszubildende in der Landwirtschaft
Die Landwirtschaft hat Zukunft – das Motto der vergangenen Monate spiegelt sich auch in den niedersächsischen Ausbildungszahlen des Jahres 2006/07 wider. Erlernten im Jahr 2005 noch 1.392 Schulabgänger den Beruf des Landwirts, sind es zum Ende des Jahres 2006 mehr als 1.600. Das ist eine Steigerung um 15 Prozent. Nach der Ausbildung zum Gärtner mit 1.850 Lehrlingen steht der Landwirt an zweiter Stelle in der Beliebtheitsskala der grünen Berufe. Weit abgeschlagen folgen die Berufe des Helfers in der Hauswirtschaft (713), des Hauswirtschafters (652) und des Werkers im Gartenbau (400). Insgesamt lassen sich nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen rund 6.000 junge Menschen in den 15 verschiedenen Berufen ausbilden.
Gut gestartet ist auch die Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice, die im zweiten Jahr ihres Bestehens bereits 62 Auszubildende absolvieren, und die Ausbildung zum Landwirtschaftsfachwerker mit 12 Auszubildenden. Die Ausbildungsberufe Landwirtschaftsfachwerker, Helfer in der Hauswirtschaft und Werker im Gartenbau sind speziell für junge Menschen gedacht, die aufgrund einer körperlichen Behinderung oder Lernschwäche die volle Ausbildung zum Landwirt, Gärtner oder Hauswirtschafter nicht absolvieren können. Gleichbleibender Beliebtheit erfreuen sich die Berufe des Pferdewirts (249), des Tierwirts (56), des Fischwirts (47), des Molkereifachmanns (110), des Milchwirtschaftlichen Laboranten (85) und des Landwirtschaftlich-technischen Laboranten (26). Zurückgegangen sind dagegen die Ausbildungszahlen für die Berufe Forstwirt (152) und Revierjäger (2). Trotz des erhöhten Interesses an den „grünen Berufen“ haben Ausbildungsbetriebe zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Bewerber für ihre freien Ausbildungsplätze zu bekommen. Mindestanforderung für den Beginn einer agrarwirtschaftlichen Ausbildung ist unter anderem der erfolgreiche Haupt- oder Realschulabschluss. Erwartet werden zudem Sensibilität für Umwelt, Ernährungs- und Qualitätsfragen, Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen und Freude am Umgang mit Pflanzen und Tieren.
Mittwoch, 13. Juni 2007
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